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Veranstaltungs-Info

18.05.2018 bis 24.06.2018

Shifted Tags

Erben des Graffiti

Ihren Anfang hatte die Kunstform des Graffiti im New York der 70er Jahre mit den Tags. Diese illegal auf öffentliche Wände und Zugwaggons gesprühten Künstlernamen verbreiteten sich schnell weltweit und entwickelten sich mit immer aufwändiger gestalteten Buchstaben, figurativen Elementen und dem 3-D-Style zu einer anspruchsvollen Kunstform. Mit dieser Entwicklung ging meist auch der Schritt zu Auftragsarbeiten und legalen Gestaltungen von öffentlichen Wänden einher.
Heute ist die Szene nicht nur in ihren Motiven überaus vielfältig geworden, sondern bedient sich auch klassischer Ausdrucksformen wie Malerei oder Objektkunst.

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Künstlern, die ihre Anfänge als Sprayer auf der Straße hatten, heute aber in ihrem künstlerischen Schaffen für sich teils völlig neue Ausdrucksformen entwickelt haben.
Schlaglichtartig beleuchtet sie das gegenwärtige Graffiti mit vier Positionen: Zersplitterung und Dynamisierung durchziehen die Malereien des polnischen Künstlers Robert Proch, während Tore Rinkveld/Evol mit Fotos Berliner Fassaden auf Verpackungskarton eine Art Spurensicherung verschwindender Architektur betreibt. Virtuos und farbgewaltig treibt Mirko Reisser/DAIM mit der Spraydose Wörter ins Monumentale. Daneben bilden die Sprühmalereien des Landauers Till Heim/Sign Anordnungen geometrischer Formen im Zusammenspiel mit verschiedenformatigen Bildträgern aus gefundenen Holzbrettern.

kuratiert von Peter Weiler

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