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Django – Ein Leben für die Musik

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Beschreibung:
Zeitraum zwischen dem Jahr 1943 und dem Kriegsende. In seiner Geschichte ist Django Reinhardt zu Beginn der Inbegriff eines künstlerischen Hallodris: unpünktlich, undiszipliniert, ständig betrunken. Er lebt für seine Musik, ansonsten wirkt er eher wie ein großes Kind und kaum wie ein erwachsener Mann. Er hat sich zunächst mit den Nazis in Paris arrangiert, auch wenn sie seiner Musik Fesseln anlegen wollen. Beinahe lächerlich sind die Verbote, die sie ihm auferlegen: So darf er nicht mit den Füßen mitwippen, Soli sind untersagt, und Moll-Tonarten unerwünscht. Django Reinhardt lächelt dazu und macht im Grunde weiter, was er will. Doch die Gewalt rückt immer näher und bedroht ihn immer direkter, so dass er mit seiner Familie inklusive seiner schwangeren Frau die Flucht in die Schweiz plant...

Comars Geschichte zeigt die Ambivalenz in Reinhardts Leben mehr als deutlich: Auf der einen Seite ist da der emotional gesteuerte, leidenschaftliche Musiker, auf der anderen Seite der Familienvater, der sich seinen Sinti-Wurzeln verpflichtet fühlt. Schon zu Beginn wird durch eine Szene, bei der Sinti verfolgt und getötet werden, mehr als deutlich, wohin die Geschichte laufen wird: Django Reinhardt wird sich nicht entziehen können, er muss Stellung beziehen. Um diese Aussage herum haben Alexis Salatko und Etienne Comar eine Story komponiert, die weniger von realen Ereignissen als von dramaturgischem Nutzen geleitet wird, aber immer wieder starke Momente zeigt: Wie sich Django Reinhardt auf der Flucht vor den deutschen Soldaten im Schnee vergräbt, ist ebenso spannend wie anrührend. Dass er dabei seine Gitarre opfert, ist wohl unvermeidlich. Reda Kateb spielt den großen Musiker durchaus glaubwürdig und ist ein mehr als passabler Gitarrenspieler, der natürlich auch gelegentlich ein Handdouble bekommt. Für den Film wurde Django Reinhardts Musik neu eingespielt. Ganz am Ende gibt es noch ein überraschendes Highlight, denn Django Reinhardt hat im Gedenken an die Sinti-Opfer des Naziregimes ein „Requiem für Zigeunerbrüder“ geschrieben, von dem nur wenige Takte erhalten geblieben sind. Und das ist eine Musik, die im Nachhinein den ganzen Film zu erklären scheint.
Text und Bild: Schauburg Karlsruhe

FSK:  Keine Angabe
Film-Länge: 117 Minuten
Darsteller: Reda Kateb, Cécile de France, Bea Palya, Bimbam Merstein, Gabriel Mireté

Vorführungen heute, am 14.12. in folgenden Kinos:

Universum Kinocenter Landau (Landau)
Königstraße 50
20:15
Weitere Vorführungen:
Trailer:

Kino-Trailer Django – Ein Leben für die Musik

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